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Waldpflanzung

Waldpflanzung (6)

Im Rahmen der Deutschen Waldtage hat Bundeswaldministerin Julia Klöckner die staatlichen Hilfen für den Waldumbau vorgestellt. Insgesamt stellt der Bund 1,5 Milliarden Euro für verschiedene Projekte bereit.
Auch der "kleine" Waldbauer kann profitieren und Förderungen für z.B. Wiederaufforstungen beantragen. So wurden in den letzten Wochen in Zusammenarbeit mit den staatlichen Revierleitern des AELF Pfaffenhofen/Ilm schon zahlreiche Förderprojekte abgewickelt und staatliche Zuwendungen beantragt. Viele Waldbauern und Waldbauerinnen konnten so schon von Fördergeldern profitieren und den Waldumbau angehen.
Doch für viele Waldbesitzer stellt sich beim Thema Waldumbau die Frage, wie sie diesen überhaupt angehen sollen, welche Ziele sie dabei verfolgen sollen und welche Baumarten gepflanzt werden sollen.
Als Ansprechpartner stehen hier zunächst die staatlichen Revierleiter des AELF Pfaffenhofen/Ilm zur Verfügung, die auch in Hinblick auf eine staatliche Förderung alle Fragen beantworten können. Geht es dann um die konkrete Abwicklung der Anpflanzung, wie Bestellung, Angebotseinholung, Koordination der anfallenden Arbeiten, Kontrolle der Pflanzung und erste Pflegearbeiten steht Ihnen auch unsere WBV im Rahmen der betrieblichen Beratung gerne zur Verfügung.
Auch haben wir zum Thema "Wiederaufforstung - Was soll ich pflanzen?" eine Videoschulung geplant. Diese findet am 15.10 ab 19.00 Uhr statt. Mitglieder können kostenlos an dieser teilnehmen, Nichtmitglieder sind auch herzlich willkommen. Hier erheben wir eine Gebühr von 10 €. 
 
Anmeldung für Mitglieder: zur Anmeldung
Anmeldung für Nichtmitglieder: per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
 

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Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft: 

Im Berliner Grunewald hat die Bundeswaldministerin Julia Klöckner heute die Deutschen Waldtage 2020 eröffnet: „Gemeinsam! Für den Wald.“ – das ist das Motto und die konkrete Aufforderung an alle, zum Erhalt des Waldes beizutragen. Denn Dürre, Stürme und Borkenkäfer haben in den vergangenen drei Jahren massive Schäden verursacht. 285.000 Hektar Schadflächen müssen wiederbewaldet werden. Die Bundesministerin hat erreicht, dass unter anderem für den klimaangepassten Waldumbau 1,5 Milliarden Euro Hilfen bereitstehen.

Bundesministerin Klöckner: "Der Wald ist unsere grüne Lunge, ein Alleskönner. Seit drei Jahren steht er aber unter Dauerstress. Umso wichtiger ist es, geschädigte Flächen wieder zu bewalden. Wenn wir heute keine Bäume setzen, werden es uns die kommenden Generationen übelnehmen. In der Pflanzzeit jetzt im Herbst brauchen wir daher eine Pflanzoffensive für unsere Wälder. Um sie umzubauen und fit zu machen für den Klimawandel: stabil, klimaresilient und angepasst an den Standort. Dafür haben wir als Bund finanzielle Unterstützung bereitgestellt, zudem investieren wir massiv in die Waldforschung."
 
Am Beispiel des "Wald.Berlin.Klima"-Pfads im Grunewald konnte die Bundesministerin ihre Vorstellung des Waldumbaus klar umfassen: Weg von Nadelholz-dominierten Beständen hin zu Mischwäldern aus Laub- und Nadelbäumen, um den Wald widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Zudem kann sich der Wald somit auch für klimaresistentere Baumarten öffnen, die bislang noch keine Verbreitung gefunden haben.
 
Alleskönner Wald:
Der Wald erfüllt viele zentrale und wichtige Funktionen, sei es als CO2-Speicher und Klimaschützer, beim Erhalt der Biodiversität, oder als Arbeitgeber und Einkommensquelle. Holz ist nachhaltiger Baustoff und nachwachsender Energiespender, der Wald ein Wasserspeicher und Erlebnisraum.
 
Neue Wege beim Waldumbau:
Um einen klimaangepassten Waldumbau zu ermöglichen, werden in der Waldbewirtschaftung neue Wege beschritten. Geschädigte Waldflächen müssen in den meisten Fällen für die Wiederbewaldung vorbereitet werden. Neben der klassischen Flächenräumung können zukünftig in bestimmten Situation alternative Varianten für die Flächenvorbereitung hilfreich sein, wie beispielsweise eine Teilräumung der Flächen. Ähnliches gilt auch für die Wiederbewaldung. Um einen gezielten Waldumbau zu erreichen, ist die Pflanzung oft unumgänglich. In anderen Fällen können auch Saat oder natürliche Verjüngung ein Mittel der Wahl sein. Letztlich sind es die Gegebenheiten vor Ort, die – noch mehr als in der Vergangenheit – nach individuellen Lösungen für eine erfolgreiche Wiederbewaldung verlangen.
 
Das Bundesministerium hilft:
  • Auf Initiative der Bundesministerin stehen insgesamt 1,5 Milliarden Euro Hilfen für den Wald bereit.

    • Im Rahmen des Waldgipfels im vergangenen Jahr wurde erreicht, dass mit der Ko-Finanzierung der Länder allein aus der GAK rund 800 Millionen Euro (470 Mio. Bundesmittel + 330 Mio. Landesmittel) als Hilfen zur Verfügung stehen. Die Gelder werden den privaten und kommunalen Waldeigentümern zur Bewältigung der Waldschäden, für Wiederaufforstungen sowie zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel zur Verfügung gestellt.
    • Zudem hat sich die Ministerin erfolgreich dafür eingesetzt, dass für den Wald im Konjunkturpaket der Bundesregierung zusätzlich insgesamt 700 Millionen Euro Bundesmittel vorgesehen sind.
  • Neben konkreten Finanzhilfen für den Wald setzt das Bundesministerium auch Gelder in der Waldforschung ein. Hierzu zählen, neben dem eigenen Thünen Institut mit etwa 130 Millionen Euro jährlich, auch Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen Dritter im Rahmen des WaldKlimaFonds in Höhe von rund 25 Millionen Euro Jährlich
 
Die Deutschen Waldtage:
Die Deutschen Waldtage sind eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in Partnerschaft mit dem Deutschen Forstwirtschaftsrat. Bundesweit bieten insgesamt mehr als 550 lokale Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen bis Sonntagabend die Gelegenheit zum Austausch, zur Information und zum Mitmachen. Alle Informationen rund um die Deutschen Waldtage finden Sie auf www.deutsche-waldtage.de
 
Wald.Berlin.Klima-Pfad:
Die Ausstellung Wald. Berlin. Klima. soll über die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Wald und der Bedeutung für Berlin informieren. Außerdem erfahren die Gäste etwas über die Arbeit der Förster. Übergeordnetes Thema der Ausstellung ist die Anpassung der Berliner Wälder an den Klimawandel. Das Bundesministerium hat den Pfad über den Waldklimafonds finanziert.
 
Fotonachweis: (C) BMEL/Xander Heindl/phtothek.net
Literaturnachweis: Klöckner: Wir brauche eine Pflanzoffensive für unsere Wälder (17.09.2020-) - Presseerklärung - Abgerufen 28.09.2020 von https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/157-waldtage.html
Bild von Albrecht Fietz auf Pixabay
Seit vielen Generationen war für Waldbesitzer aus Südbayern die Fichte der "Brotbaum" schlechthin. Die veränderten klimatischen Bedingungen machen jedoch ein Umdenken erforderlich. Eine praxisnahe betriebswirtschaftliche Kalkulation, die den Aufwand für die Bestandsbegründung und Mindereinnahmen durch das Ausfall- und Vermarktungsrisiko entsprechend einbezieht, macht es deutlich: Laubholz ist nicht von vornherein unwirtschaftlich. Laubholz kann sich im südbayerischen Rechenbeispiel gegen eine "Kalamitätsfichte" gut behaupten.
 
Lange Zeit galt es fast als forstliches Dogma: Laubholz ist unwirtschaftlich. So pauschal hat diese Aussage noch nie gestimmt. Tatsächlich gibt es keine einfache Antwort, ob Nadelholz oder Laubholz wirtschaftlicher ist. Trotzdem glaubten nicht wenige Waldbesitzer daran und manche glauben es immer noch. Die beiden wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Forstwirtschaft sind der Aufwand für die Bestandsgründung und das Risiko, dass viel Holz als Zwangsanfall aufgrund von Schadereignissen zu gedrückten Preisen verkauft werden muss.
 
Zum ausführlichen Bericht auf der Seite waldwissen.net gelangst du hier: Das Risiko ist entscheidend: Baumarten betriebswirtschaftlich kalkuliert
 
 
 
Fotonachweis: Bild von Albrecht Fietz auf Pixabay
Literaturverzeichnis: Waldwissen.net (---) - Das Risiko ist entscheidend: Baumarten betriebswirtschaftlich kalkuliert, Abgerufen 19.05.2020 von https://www.waldwissen.net/waldwirtschaft/waldbau/planung/lwf_risikoentscheidet/index_DE

Bild von analogicus auf Pixabay Douglasie

Vergleich der Buche mit den Alternativbaumarten Douglasie, Traubeneiche und Weißtanne

Labil gegenüber Sommertrockenstress, droht der Buche in Zeiten des Klimawandels regional das Aus. Wissenschaftler der Uni Freiburg untersuchen Hinweise, ob erhöhte Stickstoffeinträge die Trockenanfälligkeit noch erhöhen. Gefördert durch den Waldklimafonds, vergleichen sie durch ein landesweites Monitoring und einen Anbauversuch im Forstbotanischen Garten der Uni Freiburg die Performance der Buchen mit Alternativbaumarten.

Natürlicherweise wäre die Rotbuche die weitverbreitetste Baumart in Deutschland. Einst zugunsten der Fichte verdrängt, erlebte sie in den vergangenen Jahrzehnten ein waldbauliches Revival. Der Klimawandel bringt aber die Achillesferse der eigentlich so robusten Baumart zutage: Ihre Anfälligkeit gegenüber Sommertrockenheit. In den vergangenen beiden Jahren vertrockneten ganze Bestände der Buche.

Als wäre das nicht genug, stießen Wissenschaftler auf Hinweise, dass erhöhte Stickstoffeinträge die Anfälligkeit noch steigern. Im Experiment wiesen sie bei der Buche und auch anderen Baumarten nach, dass beide Einflüsse – die zu verringerter Wurzelbildung führen – den Trockenstress noch verstärken.

In einem nun geplanten Vorhaben der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, sollen in 60 Buchenwaldregionen Nordwest-, Mittel- und Südwestdeutschlands mit unterschiedlichen Kombinationen aus Klimabedingungen und atmosphärischer Stickstoffdeposition die Verjüngung von Buchen und Alternativbaumarten quantifiziert und Vitalitätsparameter erfasst werden.

Alternativbaumarten: Douglasie, Traubeneiche oder gar die Weißtanne

In dem von den Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und Umweltschutz und Reaktorsicherheit (BMU) über den Waldklimafonds geförderten und von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) koordinierten Forschungsprojekt sollen für die Rotbuche in Gebieten, in denen ihr zukünftiger Anbau riskant erscheint, Vergleiche mit trockenheitstoleranteren potenziellen Nachfolgebaumarten (Traubeneiche, Douglasie) vorgenommen werden. Soweit möglich – im Topfversuch und mit Freilanduntersuchungen in Südwestdeutschland – wollen die Wissenschaftler auch die Weißtanne in die Untersuchungen mit einbeziehen.

Mit den dabei gewonnenen Informationen sollen Risikogebiete für den Anbau dieser Baumarten in Abhängigkeit von Klima und Stickstoffdeposition identifiziert werden. Aus den Ergebnissen des Projekts, das im März 2020 startete und bis zum 28. Februar 2023 läuft, lassen sich dann Handlungsempfehlungen für die zukünftige Baumartenauswahl ziehen.

Weitere Informationen zum Projekt: Interaktion von Klimaerwärmung  und atmosphärischen Stickstoffeinträgen

Fotoverzeichnis: Bild von analogicus auf Pixabay
Literaturverzeichnis: Kompetenz- und Informationszentrum Holz und Wald (16.04.2020) - Einfluß von Stickstoffeinträgen und Klimawandel auf die Waldverjüngung, Abgerufen 27.04.2020 von https://www.kiwuh.de/service/presse/pressemitteilungen/aktuelle-nachricht/news/einfluss-von-stickstoffeintraegen-und-klimawandel-auf-die-waldverjuengung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=378734deed6a39de472a3b8b3facb738

 

Samstag, 07 Dezember 2019 07:19

Video: Baumarten für die Zukunft

Bild von MissesHippie auf Pixabay

In einer Reportage des BR in der Sendung "Unser Land" geht es um Baumarten der Zukunft. Es wird hierbei ein sogenannter "kleiner" Waldbesitzer begleitet, der nach einem Sturm vor der Frage steht, welche Baumarten er in Zeiten des Klimawandels und der Borkenkäferbedrohung anpflanzen soll. Zu Wort kommen auch der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, Herr Josef Ziegler, und der Präsident der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Herr Olaf Schmidt, zu Wort. Die Landesanstalt testet derzeit viele Bäume auf ihre Standorteignung in unseren Regionen, auch Arten aus deutlichen wärmeren Gegenden, wie beispielsweise die Libanon-Zeder.

Wußtet Ihr schon, dass die WBV euch im Rahmen einer betrieblichen Beratung gern bei der Baumartenwahl zur Seite steht? Dafür könnt ihr uns jederzeit unter Tel 08252/9102696 oder Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kontaktieren.

Jetzt wünschen wir euch viel Spaß mit dem Video.

 

Fotonachweis: Bild von MissesHippie auf Pixabay

Montag, 04 November 2019 10:15

Die Pflanze bestimmt das Pflanzverfahren

- Veröffentlichung des Bayerischen Staatsminiteriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten - 

Mit einem geeigneten Pflanzverfahren können Sie den jungen Bäumen einen guten Start geben und die nächste Generation an Bäumen gezielt begründen. Um den Bäumen einen optimalen Anwuchs zu ermöglichen, sollten vor allem die Wurzeln unbeschadet in den Boden eingebracht werden. Die Bäume können dadurch schnell anwurzeln, umgehend Nährstoffe und Wasser aufnehmen und bleiben vital und frisch.

Bild Pflanzung Tanne

Durch unsachgemäße Pflanzung deformierte Wurzeln haben es oft schwer, vernünftig im Boden halt zu finden und in tiefere Bodenschichten vorzudringen. Dies kann vor allem für die Stabilität der künftigen Bestände problematisch sein, da sich Deformationen auch noch nach Jahrzehnten auf das Wuchsverhalten der Wurzeln auswirken können.

Die fachgerechte Pflanzung trägt damit entscheidend zur Stabilität des künftigen Waldbestandes bei.

Die geeignete Baumartenwahl, der Pflanzzeitpunkt, das Sortiment und der Standraum sind ebenso entscheidend für eine erfolgreiche Verjüngung. Gegebenenfalls sollte auch der Boden entsprechend vorbereitet werden.

Pflanzverfahren im Überblick

Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl des geeigneten Pflanzverfahrens sind Wurzelform und Wurzellänge. Die Wurzeln sollten vollständig und ohne verbogen zu werden in das Pflanzloch passen. Für einen effektiven Einsatz ist es wichtig, auch den entsprechenden Umgang mit dem notwendigen Werkzeug zu beherrschen.

 
Leicht erlernbare Pflanzverfahren für geringe Pflanzumfänge
 
Pflanzverfahren/Werkzeug   Baumarten   Sprosslänge   Wurzellänge   Wurzelbreite
Hohlspatenpflanzung, Hohlspaten   Nadel- und Laubbäume   20 bis 100 cm   Bis 22 cm   Bis 18 cm
Lochpflanzung mit der Wiedehopfhaue   Nadel- und Laubbäume
 

Pflanzverfahren für größere und regelmäßige Pflanzumfänge

Pflanzverfahren/Werkzeug   Baumarten   Sprosslänge   Wurzellänge   Wurzelbreite
Buchenbühler Verfahren, Buchenbühler Pflanzhaue (Rhodener Pflanzhaue mit schmalen Blatt)   Laubbäume, Kiefer, Lärche   30 bis 50 cm   Bis 22 cm   Bis 11 cm
Rhodender Verfahren, Rhodener Pflanzhaue   Nadel- und Laubbäume   50 bis 120 cm   Bis 25 cm   Bis 20 cm
 

Wurzelschnitt

Die Wurzel bestimmt das Pflanzverfahren und nicht umgekehrt. Mit dem gewählten Pflanzverfahren sollten die Wurzeln in den Boden gebracht werden, ohne dass sie verformt oder verletzt werden. Nur bei wenigen Pflanzen mit außergewöhnlich großen Wurzeln kann ein Wurzelschnitt sinnvoll sein.

Dabei sollten Sie äußerst vorsichtig vorgehen und nur verletzte oder die Spitzen zu langer Wurzeln mit einer scharfen Schere oder Axt abtrennen. Jeder Schnitt verletzt die Wurzel und ermöglicht Fäule oder anderen Schadorganismen, in die Pflanze einzudringen.
 
 
Fotoverzeichnis: WBV Neuburg-Schrobenhausen
Literaturverzeichnis: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (---) - Die Pflanze bestimmt das Pflanzverfahren, Abgerufen 04.11.2019 von http://www.waldbesitzerportal.bayern.de/054899/index.php
Donnerstag, 29 August 2019 05:11

Klimawandel: Neue Bäume braucht der Wald

- Veröffentlichung des StmELF Bayern -
 
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Die Experten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) haben Szenarien entwickelt, wie der Klima-Wald der Zukunft in Bayern aussehen kann. Sie haben daraus ein bundesweit einmaliges Standort-Informationssystem entwickelt. Basis sind internationale Nachweise über Baumartenvorkommen, Klimadaten und –modellen. Forstministerin Michaela Kaniber setzt bei der Suche nach den Bäumen der Zukunft auf die Modellierung von Klimaszenarien, Versuchsanbauten im Wald und genetische Forschung.
Schon heute kann damit für 32 einheimische aber auch neue Baumarten wie zum Beispiel Edelkastanie, Flaumeiche oder den Französischen Ahorn gezeigt werden, wo diese in Zukunft im Wald angebaut werden können oder nicht. Die LWF hat dazu die Praxishilfe „Klima - Boden - Baumartenwahl“ herausgegeben, die für vorerst 16 dieser Baumarten ausführliche Anbauempfehlungen aber auch Risiken beschreibt. Die Empfehlungen werden laufend verfeinert. „Aktuell prüfen unsere Experten am Amt für Waldgenetik in Teisendorf (AWG) und der LWF für Bäume aus anderen Klimaregionen wie Rumänien, Italien, Griechenland oder der Türkei, ob sie sich künftig in Bayern eignen“, so die Ministerin. „Das Klima ändert sich schneller, als sich unsere Wälder anpassen können. Selbst bislang stabile Baumarten wie Buche und Kiefer kommen wegen Wassermangel und Schädlingsbefall vor allem in Nordbayern an ihre Grenzen.“
Der Anbau von neuen nichtheimischen Baumarten wie beispielsweise Zedern oder Baumhaseln ist aber immer mit Risiken verbunden. Oft ist beispielsweise nicht sicher zu sagen, wie sehr sie unter Spätfrösten oder heimischen Schädlingen leiden. Langfristig wird eine bessere Risikoeinschätzung nur durch Versuchs- und Praxisanbauten möglich. Neben neuen Baumarten werden die heimischen Eichen, Buchen, Tannen und auch die Fichten weiterhin auf den passenden Waldstandorten in Bayern wachsen.
 
Weiteres Informationsmaterial
Praxishilfe des LWF: Klima - Boden - Baumartenwahl
 
Fotoverzeichnis: WBV Neuburg-Schrobenhausen
Literaturverzeichnis: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (---) - Klimawandel: Neue Bäume braucht der Wald, Abgerufen 29.08.19 von https://www.stmelf.bayern.de/service/presse/pm/2019/226045/

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