Baumarten

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Gerade in Zeiten des Klimawandels kommt den Baumarten neue Bedeutung zu. So fragen sich viele Waldbauern, ob sie weiterhin auf die klassischen Baumarten, wie Fichte, Kiefer und Eiche setzten oder sich neuen Baumarten zuwenden sollen. Doch welche Baumarten kommen hier überhaupt in Frage? Dies kann nicht pauschal beantwortet werden, denn gerade für Baumarten, die in südlicheren Gefilden beheimatet sind und die nun etwas mehr in den Fokus der Waldbauern rücken, liegen noch keine Langzeiterfahrungen für unsere Standorte vor. Aus diesem Grund geben wir Ihnen hier eine Übersicht, welche Baumarten es denn überhaupt gibt und wo die Vor- und Nachteile liegen. Unter Aktuelles halten wir auch immer wieder über neue Erkenntnisse auf dem Laufenden. Gerne stehen wir Ihnen auch in einem persönlichen Gespräch für Beratungen zur Verfügung und beraten auch vor Ort über diverse Möglichkeiten. Denn es sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass es je nach Lage des Waldgrundstückes mit individuellem Charakter, wie Bodenqualität, Lichtverhältnisse usw, sowie unter dem Aspekt der verschiedenen Fördermöglichkeiten ganz individuelle Lösungen geben kann und muss.

Interessante Links bzw. Publikationen zum Thema Bäume:

 

Infos zu Baumarten (alphabetisch sortiert)

Douglasie
Pseudotsuga menziesii ist ein in Nordamerika heimisches und in Europa forstlich angebautes, fremdländisches Nadelgehölz. Sie ist immergrün und wächst schnell. Die forstliche Umtriebszeit beträgt 60 bis 100 Jahre. In Europa ist die Douglasie die wichtigste, nicht heimische Forstbaumart. Das Holz der Douglasie ist vielseitig verwendbar.
 
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douglasie 2
 
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Eiche
Eichen sind nach Rotbuchen die zweithäufigste Laubbaumgattung in Deutschland. Die Traubeneiche ist nach der Stieleiche die in Mitteleuropa am weitesten verbreitete Eichenart. Sie bevorzugt mäßige sommertrockene und wintermilde Klimalagen. Des weiteren meidet sie Staunässe und einen hohen Grundwasserstand. Die Stieleiche bildet starke Pfahlwurzeln. Dank dieser ist sie äußerst sturmfest. Sie kann mit ihren Wurzeln auch stark verdichtete Böden erschließen, um tiefliegendes Grundwasser zu erreichen.
 
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Eiche - Roteiche
Aufgrund ihrer positiven Prognose im Klimwandel gewinnt die Roteiche an Bedeutung für bayerische WaldbauerInnen. So ist sie hier mittlerweile die bedeutenste eingeführte Laubbaumart. Im Vergleich zu anderen Eichenarten toleriert die Roteiche mehr Schatten, hat aber auch eine geringere Toleranz gegen Trockenheit. Bezüglich ihrer Wuchsleistung ist sie der Stiel- und Traubeneiche überlegen. Das Holz ist ähnlich, aber schweriger zu trocknen und weniger dauerhaft wie das unserer heimischen Arten.
 
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roteiche
 
Elsbeere
Sorbus terminalis wächst meist in wärmeren Lagen. Sie ist ein Halblichtbaum und verträgt in ihrer Jugend eine Beschattung recht gut. Seit einigen Jahren wird die Elsbeere wieder verstärkt angepflanzt. Vor allem im warmen Franken ist sie beliebt. Wegen der Ähnlichkeit des Holzes zur Birne wird sie auch oft unter der Handelsbezeichnung "Schweizer Birnbaum" verkauft. Bekannt ist die Elsbeere auch wegen ihrer Früchte, die vielfältig verwendet werden können. Das Holz ist vor allem bei Drechslern, Schreinern und Instrumentenbauern sehr geschätzt und kann vereinzelt Spitzenpreise erzielen.
 
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cover elsbeere vergleich elsbeere
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Fichte - Gemeine Fichte
Als Brotbaum der deutschen Waldbauern wird die Fichte gerne bezeichnet. Dies liegt vor allem daran, dass sie aufgrund ihrer hohen Erträge wirtschaftlich attraktiv ist. Jedoch ist sie durch biotische und abiotische Schäden auch sehr gefährdet. Durch den Klimawandel wird sie im Anbau abnehmen, da die Eignung in einzelnen Gebieten nicht mehr zwingend gegeben ist. Dennoch wird der Anbau in geeignete Lagen und eine sinnvolle Kombination mit anderen Baumarten dafür sorgen, dass sie auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil unserer Wälder ist.
 
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Flatterulme
Eine seltene und bisher wenig beachtete einheimische Baumart. Sie zeichnet sich durch große klimatische Anpassungsfähigkeit aus, was auch ihr weites Verbreitungsgebiet von Nordspanien bis nach Russland zeigt. Damit weist sie in Zeiten des Klimawandels eine für den Waldumbau günstige Perspektive auf. Darüber hinaus besitzt sie auch noch eine hohe ökologische Bedeutung für den Erhalt ihrer speziellen Insektenvielfalt. Die Flatterulme ist weniger anfällig für das Ulmensterben, wie unsere beiden anderen hemischen Ulmenarten. Die Flatterulme wurde auch 2019 zum Baum des Jahres ernannt.
 
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cover baumart flatterulme
 
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Kiefer - Waldkiefer
Pinus Sylvestris ist nach der Fichte die zweithäufigste Baumart in Deutschen Wäldern. Dies liegt vor allem auch daran, dass sie in ihren Jugendjahren sehr robst ist und auch unter schwierigen Verhältnissen noch gute Holzerträge liefert. Weiterhin ist sie relativ anspruchslos und tolerant gegenüber vielen Böden und Klimen. Im Zuge des Waldumbaus werden Kieferreinbestände wieder in Mischkulturen umgewandelt.
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Kiefer
 
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Lärche - Europäische Lärche
Sie ist sehr lichtbedürftig und benötigt für ihr Wachstum genügend Wasserzufuhr und ausreichend, gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. In ihrer Jugendphase bis 25 Jahren ist die Lärche raschwüchsig, im zunehmenden Alter wächst sie deutlich langsamer. Lärchenholz ist sehr widerstandsfähig und deshalb für die Verwendung im Außenbereich bestens geeignet. Dort kommt das Holz auch ohne Imprägnierung aus.
 
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baumart laerche
 
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Robinie
Die Robinie, auch als Scheinakazie bekannt, stammt aus den USA. Ihr kommt im Waldumbau Bedeutung zu, da sie gegen Dürre und Hitze relativ unempfindlich ist. Da sie jedoch invasiv ist, wird sie auch kritisch beäugt. Das Holz gilt als widerstandsfähiger und dauerhafter als Eichenholz. Es findet auch im Außenbereich Verwendung.
 
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Tanne
Alle Tannen sind immergrüne tiefwurzelnde Bäume. Ihre forstwirtschaftliche Bedeutung ist geringer als die der Douglasie und Fichte. In Europa ist als autochthone Art nur die Weiß-Tanne von Bedeutung. Weitere Arten können lokal von Bedeutung sein, wie z.b. die Edeltanne und die Nordmann-Tanne. Tannenholz ist in der Regel weich. Sekundär werden Tannen auch medzinisch und als Christbaum verwendet.
 
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