Am gestrigen Mittwoch fand unsere Jahreshauptversammlung statt. Hierbei konnten Vorsitzender Alexander von Zwehl und Geschäftsführer Ludwig Schön viele positive Nachrichten an die anwesenden Mitglieder und Gäste überbringen. Im Vordergrund stand dabei der Rekordumsatz in der bisherigen WBV-Geschichte, den Steuerberaterin Maria Haas in ihrem Bericht ausführlich darlegte.
Ein Höhepunkt des Abends war zweifellos der Vortrag von Christian Kaul, dem Referenten des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, der kurzweilig die Notwendigkeit der politischen Interessenvertretung in der aktuellen Jagd- und Forstpolitik darstellte. Kaul betonte dabei auch die große Bedeutung des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, auch auf internationaler Bühne, da rund die Hälfte der Waldbesitzer Deutschlands aus Bayern komme. Zudem gäbe es in Bayern einen hohen Anteil an Kleinwaldbesitzern habe, die es bestmöglich zu vertreten gelte. Er appellierte außerdem an alle anwesenden Mitglieder, sich mit der Wiederherstellungsverordnung zu befassen und sich hierzu auch beim regionalen Abgeordneten Gehör zu verschaffen. Denn diese neu geplante europaweite Verordnung greife massiv in die Bewirtschaftungsfreiheit ein.
Zudem hatte er Neuigkeiten aus dem Bereich der Jagd mitgebracht. Das letztmals 1978 überarbeitete Jagdrecht werde derzeit evaluiert; dabei seien die Abschussplanfreiheit und die Jagdzeiten für Rehwild zwei wichtige Eckpfeiler. Gerade im Hinblick auf den Waldumbau warb er dafür, den Dialog mit dem Jagdpächter zu suchen sowie die aktuelle Waldsituation und die Interessen und Möglichkeiten beider Seiten direkt zu besprechen.
Ludwig Schön, Geschäftsführer der WBV, hatte zuvor den 89 Anwesenden seinen Geschäfts- und Holzmarktbericht vorgestellt. Es wurden fast 69.000 fm Holz vermarktet, wobei die Fichte mit 56.000 fm wie gewohnt die meistvermarktete Baumart war. Im Zusammenhang mit dem guten Holzpreis und der hohen staatlichen Förderung konnte ein Rekordgewinn im sechsstelligen Bereich erzielt werden. Auch die Mitgliederzahlen entwickeln sich weiterhin positiv und befinden sich mit 1.271 ebenfalls auf einem Rekordstand.
Schön rief eindringlich dazu auf, im Wald aktiv zu werden und insbesondere in die Pflege und Durchforstung der jungen Bestände zu investieren. Für eine reibungslose Abfuhr seien zudem ganzjährig befahrbare Wege wichtig. Holz, das an unzugänglichen Grundstücken gelagert ist, kann schlichtweg nicht abgefahren werden.
In Zusammenarbeit mit dem AELF Ingolstadt-Pfaffenhofen und den dortigen Revierleitern Dominik Reil, Andreas Ploner und Martin Spies konnten erneut zahlreiche Vor-Ort-Veranstaltungen angeboten werden. Außerdem gab es wieder die beliebten Online-Kurse sowie eine durch die Vorstandschaft organisierte Tagesfahrt in den Bayerischen Wald.
Kassenprüfer Christian Appel bescheinigte eine einwandfreie Buchführung, und die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet. Die stellvertretende Landrätin hob in ihrem Grußwort die Wichtigkeit der Aufgaben der Waldbesitzer hervor, die zunehmend komplexer würden, und sprach ihnen dafür ihren Dank aus. Die Behördenleiterin des AELF Pfaffenhofen-Ingolstadt, Frau Praum, stellte sich den Anwesenden kurz vor und berichtete, dass die zu Beginn des Jahres auf digitale Verfahren umgestellte Förderung reibungslos verlaufe.
















