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Mittwoch, 21 Juli 2021 10:44

Waldbericht der Bundesregierung 2021

Europäische Lärche 2 1000px
Der Waldbericht 2021 beschreibt die Entwicklung der Wälder, insbesondere mit Blick auf die aktuellen Waldschäden sowie die erfolgten Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene. Der Bericht umfasst den Zeitraum Oktober 2017 bis Mai 2021.
 
Die Bundesregierung hat in ihrer Kabinettsitzung am 14. Juli 2021 den von der Bundeswaldministerin, Julia Klöckner, vorgelegten Waldbericht 2021 beschlossen.
 
Julia Klöckner: "Der Bericht zeigt: Unsere Hilfen schlagen Wurzeln. Wir helfen den Waldbesitzenden effektiv, unkompliziert und schnell, neue widerstandsfähige und
standortangepasste Mischwälder zu pflanzen und die Wälder damit besser an den Klimawandel anzupassen. Wir wollen, müssen und werden unserer Verantwortung für unsere grüne Lunge gerecht."
Wald in Deutschland
 
Mit einem Waldflächenanteil von rund 32 Prozent (11,4 Millionen Hektar) ist Deutschland eines der waldreichsten Länder Europas. Mischbestände prägen mit einem Flächenanteil von 76 Prozent den deutschen Wald. Als Lieferant für den nachwachsenden Rohstoff Holz ist er Grundlage für eine weitverzweigte Wertschöpfungskette und sichert so Arbeitsplätze und Einkommen. In Bezug auf die Artenvielfalt weisen die Wälder eine hohe Vielfalt von waldtypischen Tier-, Pilz- und Pflanzenarten auf. Fast 2.900 Pflanzenarten kommen hier vor. Unser Wald ist Klimaschützer Nr. 1. Die jährliche Kohlenstoffspeicherwirkung von Wald und langlebigen Holzprodukten beläuft sich auf rund 62 Millionen Tonnen CO2. Hinzu kommen die positiven Substitutionseffekte. Denn Holz kann andere Materialen ersetzen, die unter Nutzung fossiler oder mineralischer Rohstoffe erzeugt werden, und damit Emissionen vermeiden. 
 
Waldschäden
Die starken Stürme, die extreme Dürre und Hitzewellen sowie die massenhafte Vermehrung von Borkenkäfern haben in Deutschland vielerorts zu massiven Waldschäden geführt. Nahezu alle Hauptbaumarten weisen Schadsymptome auf. Derzeit müssen über 277.000 Hektar wieder bewaldet werden. Dies ist eine Generationenaufgabe und stellt viele Waldbesitzende vor enorme wirtschaftliche, logistische und personelle Herausforderungen.
 
Hilfsmaßnahmen
Insgesamt wurden zur Bewältigung der aktuellen Waldschäden für den Sektor Forst und Holz Unterstützungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt.
Das Ziel: schnelle, aber langfristig wirkende, effektive und unkomplizierte Hilfen für private und kommunale Waldbesitzende. Die Mittel wurden bereitgestellt über
  1. die bestehende Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) und
  2. das Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket der Bundesregierung, über die Bundeswaldprämie, das Investitionsprogramm Wald, das Investitionsprogramm Holzwirtschaft und das Förderprogramm Klimafreundliches Bauen mit Holz.
Insbesondere durch die Bundeswaldprämie konnte ein nachhaltiger Effekt erzielt werden: Anknüpfend an die Fördervoraussetzung konnten innerhalb kurzer Zeit über 865.000 Hektar Wald im Privat- und Kommunalwald erstmalig und neu zertifiziert werden.
 
Die Bundesregierung hat im Berichtszeitraum eine Reihe weiterer relevanter Maßnahmen umgesetzt und auf den Weg gebracht, um die Wälder und deren nachhaltige Bewirtschaftung im Kontext des Klimawandels weiter zu stärken. Dazu gehören z. B. konkrete Maßnahmen im Rahmen der Nationalen Waldstrategie 2020, der Charta für Holz 2.0, der Nationalen Biodiversitätsstrategie oder der waldrelevanten Forschung, z. B. mittels Förderungen über den Waldklimafonds (WKF). Zudem wurden Projektförderungen und die Kommunikationsarbeit zum Thema Wald und Holz weiter ausgebaut, insbesondere durch die Gründung des Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH) in der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).
Wald international
 
Der Bericht zeigt zudem die intensiven internationalen Aktivitäten der Bundesregierung im Berichtszeitraum. Die Bundesregierung hat wesentliche Impulse und finanzielle Beiträge in der internationalen Staatengemeinschaft zum globalen Ziel der Erhaltung, nachhaltigen Bewirtschaftung und dem Wiederaufbau der Wälder weltweit geleistet. Neben der gezielten Zusammenarbeit mit Drittländern betraf dies auch die Verstärkung von Maßnahmen hierzulande wie die Förderung von Entwaldungsfreiheit bei der Produktion wichtiger importierter Agrarprodukte wie Palmöl.
 
Downloads:
 
 
 
Foto: (c) WBV Neuburg-Schrobenhausen
Literaturnachweis: Waldbericht des Bundesregierung 2021 (14.07.2021) - Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft - Abgerufen 21.07.2021 von https://www.bmel.de/DE/themen/wald/wald-in-deutschland/waldbericht2021.html
 

Zu Beginn des Jahres hatte Frau Staatsministerin Michaela Kaniber die Leitung des neuen Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt-Pfaffenhofen a. d. Ilm (AELF) bekannt gegeben. Jetzt nimmt auch die Zusammensetzung der künftigen Führungsmannschaft konkrete Züge an:


• Frau Landwirtschaftsdirektorin Petra Praum wird wie bereits bisher in Pfaffenhofen auch am neuen Amt den Bereich Landwirtschaft sowie die Landwirtschaftsschule leiten und den Behördenleiter vertreten. Gleichzeitig wechselt Landwirtschafts- direktor Josef Schnell, bisheriger kommissarischer Bereichsleiter in Ingolstadt, an das AELF nach Augsburg und übernimmt dort den Bereich Landwirtschaft.
• Den Bereich Forsten am AELF Ingolstadt-Pfaffenhofen a. d. Ilm verantwortet künftig Peter Birkholz – der Forstdirektor hatte bislang diese Aufgabe am benachbarten AELF Nördlingen inne.

Peter Birkholz AELF
Das haben die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen und In-golstadt in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt. Voraussichtlich ab Mai sollen die noch offenen Personalentscheidungen in der Leitung der Abteilungen und Sachgebiete der Ämter fallen und bekannt gegeben werden. Das neue AELF Ingolstadt-Pfaffenhofen a. d. Ilm wird am 01. Juli 2021 seine Arbeit aufnehmen. Es wird mit Ingolstadt und Pfaffenhofen über zwei Hauptsitze und zwei weitere Dienststellen in Eichstätt (Forsten) und Schrobenhausen verfügen. Leiter des neuen AELF wird Leitender Forstdirektor Christian Wild. Er ist bereits Behördenleiter am AELF Pfaffenhofen.


Frau Praum, geboren und aufgewachsen im Eifelkreis Bitburg-Prüm, studierte Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Tierhaltung an der TU München-Weihenstephan. Nach dem Referendariat startete sie ihre berufliche Laufbahn am Landwirtschaftsamt Würzburg als Leiterin des Rindermast-Beratungsteams Unterfranken sowie ab 2003 des Milchviehteams am Amt Kitzingen. Die Ämterreform 2005 führte sie nach Oberbayern an das AELF Erding. Dort leitete sie ab 2009 die Abteilung Beratung und Bildung und von 2011 bis Oktober 2019 die Abteilung L3 Fachzentren sowie das Fachzentrum Rinderhaltung mit überregionaler Zuständigkeit.


Der 62-jährige Forstwissenschaftler Birkholz kennt sein neues Dienstgebiet von Kindesbeinen an: Geboren in Ingolstadt und aufgewachsen in Neuburg/Donau, begann er nach dem Studium und Referendariat 1988 seine berufliche Laufbahn in der Forstverwaltung. Nach seiner Zeit an der Oberforstdirektion Augsburg wechselte er 1994 als stellvertretender Leiter an das damalige Forstamt Ebersberg. Nach einem Zwischenstopp am Staatsministe-rium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 1999 übernahm er ein Jahr später die Lei-tung des Forstamts Biburg (Lkr. Augsburg). Als Folge der landesweiten Forstreform zum 01. Juli 2005, die zur Auflösung der selbständigen Forstämter führte, übernahm Birkholz den Bereich Forsten am neu geschaffenen AELF Krumbach/Schwaben bis 2014, ab 2016 dann am AELF Nördlingen. Birkholz freut sich auf die kommende Aufgabe: „Der Wechsel an das neue Amt Ingolstadt-Pfaffenhofen ist für mich auch eine Herzensangelegenheit: Ich kehre zurück in meine alte Heimat und darf hier künftig beruflich tätig sein.“

Fotonachweis: AELF Pfaffenhofen a.d. Ilm, Abdruck honorarfrei
Literaturnachweis: Pressemitteilung AELF Paffenhofen am Ilm am 30.03.2021: Petra Praum leitet zukünftig Bereich Landwirtschaft, Peter Birkholz verantwortet den Forst
Mittwoch, 03 Februar 2021 12:38

PEFC gibt neue Waldstandards bekannt

Titelbild PEFC Standards 2020 rgb
Nach einer einjährigen Überarbeitungszeit gibt es für alle PEFC-Waldbesitzer in Deutschland einen neuen PEFC-Standard, welcher zum 01.01.2021 in Kraft trat. Gemeinsam haben Vertreter der Waldbesitzer, Wissenschaftler, sowie weitere am Wald interessierte Gruppen diesen Standard ausgearbeitet. Da es eine einjährige Übergangsfrist gibt, gelten in 2021 der alte und der neue Standard gleichzeitig. Nutzen Sie diese Zeit, um sich mit dem neuen Waldstandard vertraut zu machen!
Dem Waldstandard wurden zwei neue Kriterien zu den Themen Waldränder und Erdöl-basierte Produkte hinzugefügt. Des Weiteren gibt es eine Reihe von Konkretisierungen, z. B. bei den Standards Mischbestände, angepasste Wildbestände und dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.
Der Einsatz von zertifizierten Forstunternehmern ist in PEFC-Wäldern grundsätzlich verpflichtend. Die Ausnahme bzgl. der Aufarbeitung von nachgewiesenem Kalamitätsholz wurde verändert: auch hier ist nun ein zertifizierter Forstunternehmer nötig, wenn es sich um eine maschinelle Aufarbeitung mit Harvester und Forwarder handelt.
Beim Einsatz von nicht-zertifizierten Forstunternehmern ist die Einhaltung der PEFC-Standards durch den Waldbesitzer zu dokumentieren, z.B. Einsatz von Bio-Öl und Sonderkraftstoff oder die ausschließliche Befahrung der Rückegassen.
Ausführliche Informationen zu den Änderungen können Sie unter https://www.pefc-bayern.de/neue-standards.html einsehen.
 
 
Fotonachweis: PEFC Bayern
Literturverzeichnis: Pressemitteilung PEFC Bayern vom 03.02.2021 per Email
 

auftakt fogu

In den kommenden Wochen untersuchen wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forstverwaltung die Wälder in Bayern auf Verbiss-Spuren durch Rehe, Hirsche und Gämsen. Forstministerin Michaela Kaniber startete die alle drei Jahre stattfindende Aktion gemeinsam mit Josef Ziegler, Präsident des Waldbesitzerverbands, Ernst Weidenbusch, Präsident des Jagdverbands, Walter Heidl, Präsident des Bauernverbands und Albrecht Fürst zu Oettingen-Spielberg, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst. An 22.000 Aufnahmepunkten werden Daten erhoben und fließen dann in die „Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung“ ein. Anhand dieser Zahlen bewerten die Försterinnen und Förster, ob in den landesweit 750 Hegegemeinschaften der Verbiss für den Wald tragbar ist oder nicht. „In Zeiten der Klimakrise ist es von existenzieller Bedeutung, unsere Wälder für nachfolgende Generationen zu erhalten. Das gelingt uns aber nur, wenn klimastabile Baumarten eine Chance haben, zu zukunftsfähigen Mischwäldern heranzuwachsen. Die Forstlichen Gutachten sind da-für unverzichtbar, denn sie zeigen objektiv und transparent, wo Wald und Wild im Einklang stehen und wo es noch Handlungsbedarf gibt“, sagte Forstministerin Kaniber.

Das gesamte Verfahren ist auf größtmögliche Transparenz und enge Einbindung von Waldbesitzern und Jägern ausgerichtet. Pandemie-bedingt gelten dabei heuer aber besondere Sicherheitsvorkehrungen, um den Gesundheits- und Infektionsschutz sicherzustellen. Die örtlichen Termine für die Erhebungen geben die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten rechtzeitig bekannt.

Das „Forstliche Gutachten“ wird seit 1986 alle drei Jahre erstellt – heuer bereits zum 13. Mal. Weitere Informationen gibt es unter www.stmelf.bayern.de/wald/jagd/forstliches-gutachten.

 

Fotonachweis: Judith Schmidhuber, StMELF
Literaturnachweis: Pressemitteilung Wildnachwuchs im Blick - Es geht um Wälder der Zukunft - Kaniber gibt Startschuß für landesweite Erhebung (01.02.2021) - Bayerische Staatministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten - Abgerufen 03.02.2021 von https://www.stmelf.bayern.de/service/presse/pm/2021/264359/
Dienstag, 26 Januar 2021 09:29

Nachgefragt im Kleinprivatwald

Der überwiegende Anteil der bayerischen Privatwaldfläche, nämlich 75 %, gehört Waldbesitzern mit Forstflächen bis zu 50 Hektar und ist damit dem sogenannten Kleinprivatwald zuzuordnen. Viele dieser Waldbesitzer haben seit einiger Zeit mit erheblichen Waldschäden durch Sturm, Dürre und Borkenkäfer zu kämpfen.

Bild von Albrecht Fietz auf Pixabay

Stellvertretend für alle Waldbesitzer wurden die Teilnehmer (58 Personen mit einer durchschnittlichen Waldfläche von 7,7 Hektar) am Testbetriebsnetz Kleinprivatwald durch die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft zu forstpolitisch relevanten Themen befragt. Ziel der Befragung war es, ein Stimmungsbild der aktuellen Lage im Kleinprivatwald zu ‚zeichnen‘. Nachfolgend werden die Antworten auf einige dieser Fragen näher vorgestellt. Wichtig erscheinende Einzelmeinungen und interessante Waldbesitzeraussagen werden dabei sinngemäß wiedergegeben.

Was bedeutet es für Sie Waldbesitzer zu sein?

Waldbesitzer zu sein ist für die Mehrzahl der Befragten positiv belegt. Nur ein Fünftel der Antworten war negativ. Die in den letzten Jahren gehäuft aufgetretenen Schadereignisse und Kalamitäten haben jedoch durchaus das Potential die Freude vieler Waldbesitzer an ihrem Wald nachhaltig zu trüben.
Waldeigentum wird an erster Stelle als Verpflichtung gegenüber den eigenen Nachkommen gesehen. Meist befindet sich der Wald bereits langjährig im Familienbesitz und wird von Generation zu Generation weitervererbt. Es ist eine Selbstverständlichkeit das der Wald dabei mindestens substantiell so weitergegeben werden soll, wie man ihn selbst übernommen hat. Wenn möglich aber in einem besseren Zustand und sogar flächenmäßig erweitert. Als Waldbesitzer übernimmt man auch Verantwortung für die Natur, den Klimaschutz und die Waldbesucher.
Waldbesitzeraussage: „Waldbesitz ist gelebte Nachhaltigkeit.“

Viele der Befragten empfinden Freude bei der Betätigung mit und in der Natur. Es macht ihnen Spaß und bringt Bestätigung für die Richtigkeit des eigenen Tuns, wenn sich der Wald wie gewünscht entwickelt. Ein eigener Wald bietet die Möglichkeit der Selbstversorgung mit Bau- und Brennholz und durch den Holzverkauf ein zusätzliches Einkommen, wenngleich sich dieses bedingt durch die derzeitige Holzmarktsituation teilweise stark vermindert hat.
Auch als sichere Geldanlage ist Grund und Boden für viele noch immer erste Wahl, wenngleich hier manchmal aber wieder Bedauern über die unvorhersehbare aktuelle Entwicklung mitschwingt.
Waldbesitzeraussage: „In der Nachkriegszeit war der eigene Wald Gold wert. Der Stundenlohn lag damals bei 3 Mark, der Holzpreis hingegen bei über 80 Mark pro Festmeter!“
 
Während viele im eigenen Wald ein schönes Hobby sehen, das Ausgleich und Abwechslung von der beruflichen Tätigkeit bringt, ist der Wald für andere einfach ein Teil des Betriebes. Die Arbeit im Wald ist fest in den betrieblichen Jahresablauf eingeplant. Über die Jahre hat sich dies zur Gewohnheit entwickelt.
Waldbesitzeraussage: „Der Wald gehört einfach zum Leben dazu.“

Die aktuelle Waldschadenssituation fördert bei vielen Teilnehmern aber auch eine negative Sichtweise zu Tage. Sie fühlen sich getrieben durch fehlende Planbarkeit bei den Waldarbeiten. Dadurch steigt die persönliche Belastung. Insbesondere, wenn man selbst alters- oder gesundheitlich bedingt nicht mehr so kann wie früher. Finanzielle Einbußen beim Holzpreis und mehrfache Ausfälle teuer gepflanzter Neukulturen rufen ebenfalls Frust hervor. Einige Teilnehmer gaben an, dass ihr Wald ihnen früher Freude gemacht hat und sie Stolz darauf waren. Dies habe sich mittlerweile ins Gegenteil verkehrt.

Wenn Sie über Ihren Wald reden, über welche Themen reden Sie dann am meisten?

Wie schlecht es derzeit um den Wald bestellt ist, lassen die Gesprächsthemen der Waldeigentümer erkennen. Über 80 Prozent der Nennungen sind negativen Thematiken zuzuordnen.

Am häufigsten reden die Waldbesitzer über das aktuelle Kalamitätsgeschehen. Im Februar 2020, also mitten im Befragungszeitraum, fegte der Orkan Sabine über Bayern hinweg und verursachte neue Schäden in den Wäldern einiger Teilnehmer und drängte sich damit als Hauptthema förmlich auf. Ebenfalls häufig gesprochen wird über die bisherigen Borkenkäferschäden und die weiterhin vorhandene hohe Borkenkäfergefahr - der Beginn der Käferschwärmzeit stand im April wieder unmittelbar vor der Tür. Oft bestimmen auch die Waldschäden durch die vergangenen Dürresommer die Unterhaltung.
 
Als zweithäufigstes Gesprächsthema wurde der Klimawandel genannt. Viele Waldbesitzer merken es am eigenen Wald - es hat sich etwas verändert. Die Veränderung läuft dabei schneller ab als gedacht. Aufgrund der empfundenen Verpflichtung für die nachfolgenden Generationen und die Gesellschaft versuchen die betroffenen Waldbesitzer schnell zu reagieren und ihren Wald best-möglich vorzubereiten und zügig umzubauen. Nur das wie und mit welchen Bäumen wirft Fragen auf, die alles andere als trivial zu beantworten sind.

Die in Folge von Kalamitäten und Klimawandel entstandenen enormen Schadholzmengen führten bei den Sägewerken zu vollen Lagern. Dadurch sank der Holzpreis für Nadelholz seit 2018 kontinuierlich. Das bewegt natürlich die Gemüter der Waldbesitzer und ist ebenfalls oft Thema bei Gesprächen.

Für viele Waldbesitzer ist die Wald-Wild-Problematik auch ein Dauergesprächsthema. Es wird jagdlich vielerorts noch immer viel zu wenig dafür getan, dass sich die Naturverjüngung der für den Klimawandel so wichtigen Mischbaumarten etablieren könnte. An künstlich eingebrachte Pflanzungen ohne teure Schutzmaßnahmen ist da oft überhaupt nicht zu denken.
 
Ein positiv belegtes Gesprächsthema hingegen sind die Erfahrungen bereits gelungener Waldumbauten. Viele der Teilnehmer sind seit Jahrzehnten Waldbesitzer und haben bereits durch die großen Stürme in den 90er Jahren negative Erfahrungen mit Monokultur und unangepassten bzw. ungepflegten Waldbeständen gemacht und ihre Schlüsse daraus gezogen. Die Früchte von dreißig Jahren Waldumbau sind bei denjenigen, die damals ihrer Zeit voraus waren, jetzt bereits sichtbar und zeigen sich in Form von stabilen und durch die aktuellen Ereignisse weit weniger betroffenen Wäldern. Solche Leuchtturmprojekte werden auch gerne anderen Interessierten gezeigt.

Einige wenige Teilnehmer verbinden mit dem Thema Jagd auch positives und reden deshalb auch gerne darüber. Beispielsweise wenn sich nach einem Wechsel des Jagdsystems (Umstellung von Verpachtung auf Eigenbewirtschaftung) oder dem Ausscheiden von unwilligen Jagdpächtern relativ bald Naturverjüngung einstellt und auch Baumarten ansamen an die in der Vergangenheit überhaupt nicht zu denken war.
Waldbesitzeraussage: „Schließlich fällt der Samen vom Baum, um zu keimen und eine neue Waldgeneration zu bilden und nicht um im Rehpansen zu verschwinden“.

Was kann die Forstverwaltung Ihrer Meinung nach tun, um die Waldbesitzer (noch) besser zu unterstützen?

Als unabhängige Beratungsinstitution ist die Forstverwaltung bei den Waldbesitzern bekannt und akzeptiert. Viele der Befragten sind mit der Arbeit der Forstverwaltung zufrieden und erwähnten ihre bisherigen positiven Erfahrungen bei Beratung und genereller Unterstützung. Ein Großteil der Befragten war der Meinung, dass die bestehenden Angebote der Forstverwaltung gut und umfangreich seien. Letztendlich liege es ihrer Ansicht nach an manchen Waldbesitzern selbst, wenn diese die gebotenen Möglichkeiten nicht annehmen. Entweder weil sie sich nicht genügend informieren oder aus persönlichen Gründen keinen Kontakt zur Forstverwaltung wollen.
 
Einige kritische Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge wurden an dieser Stelle natürlich auch eingebracht. Häufig genannt wurde dabei der Themenkomplex Jagd und überhöhte Wildbestände. Es zeigt sich das vielerorts hier noch Verbesserungsbedarf besteht. Die Forstverwaltung könnte nach Meinung mancher Teilnehmer z.B. in Brennpunktgebieten noch mehr auf gemeinsame Waldbegänge mit den Jägern drängen, die Zusammenhänge von Wild und Jagd auf die Waldverjüngung noch deutlicher herausstellen und die Waldbesitzer besser über Wildschadensersatz und andere Möglichkeiten aufklären. Die Forstleute sollten nach Meinung der Waldbesitzer auch darauf hinwirken, dass zukünftig Wildschadensersatz im Wald für alle Baumarten gewährt wird.

Vor allem in den ländlichen Gegenden wird die Überalterung der Bevölkerung allmählich sichtbar. Diese Entwicklung wirkt sich auch auf die Waldbewirtschaftung aus. Meist sind es die Rentner die die Waldpflege übernehmen, da die junge Generation keine Zeit hat, zu weit entfernt wohnt oder schlicht kein Interesse am Wald hat. Viele neue Waldbesitzer haben keine Erfahrung mit der Waldarbeit. Einige wissen nicht einmal wo ihr Waldbesitz verortet ist. Diese Waldbesitzer zu erreichen bzw. zu beraten, das wäre eine enorm wichtige Aufgabe für die Forstverwaltung.
Waldbesitzeraussagen: „Man sieht immer die gleichen Gesichter bei Kursen und Fortbildungen.“;
„Erreichen der Unerreichbaren!“


Im Frühjahr 2020 wurde eine neue Förderrichtlinie eingeführt. Einige Waldbesitzer bemängelten die Erhöhung bei den Bagatellgrenzen, insbesondere bei der Naturverjüngung. Ihrer Ansicht nach werden Kleinwaldbesitzer dadurch enorm benachteiligt. Waldbesitzeraussagen: „Die Naturverjüngungsförderung ist die beste Förderung!“. Die Waldbesitzer erbringen durch die Erhaltung und Bewirtschaftung ihres Waldes eine Vielzahl an Leistungen für die Gesellschaft. Leider wird das gesellschaftlich und politisch noch zu wenig gewürdigt. Hier wäre es wünschenswert, dass sich zukünftig etwas bewegt und diese Arbeit die nötige Anerkennung findet.
Der bestehende Personalmangel in der Forstverwaltung wird auf der Fläche ebenfalls wahrgenommen. Kritisch gesehen wird beispielsweise auch die lange Dauer bis erkennbar befallene und somit weithin sichtbare Käferbäume endlich entfernt werden.
Waldbesitzeraussage: „Zu viele Förderfälle für zu wenig Förster“.

Die Umsetzung geplanter forstlicher Wegebaumaßnahmen sollte nach Meinung der Teilnehmer auch in schwierigen Fällen unbedingt weiterverfolgt werden, dies ist für die Bewirtschaftung und vor allem auch aus Waldschutzgründen enorm wichtig.

Kritik gab es auch an der Arbeit der forstlichen Zusammenschlüsse. Meist ist es die Kleinmengenvermarktung, die die Gemüter erhitzt. Eine LKW Ladung sollte schon zusammenkommen. Dieser Anspruch ist im Kleinstprivatwald schwierig zu erfüllen. Oft sind es einzelne Stämme, die aus Waldschutzgründen trotzdem zügig aus dem Wald entfernt werden müssen. Fehlende Sammellagerplätze und Mindermengenzuschläge wurden in diesem Kontext ebenfalls genannt.
Waldbesitzeraussage: „Die Strukturnachteile des Kleinprivatwaldes auszugleichen und die Besitzer kleiner Waldflächen zu unterstützen, das ist doch eigentlich eine der Hauptaufgaben der Zusammenschlüsse.“

Wie denken Sie darüber, dass die Gesellschaft immer mehr bei der Waldnutzung mitentscheidet?

Die gesellschaftliche Diskussion um die Waldbewirtschaftung wird von den Befragten überwiegend negativ gesehen.
Viele Personen, die bei diesen Diskussionen die Rede führen, haben aus Sicht der Waldbesitzer weder Ahnung von den Naturzusammenhängen noch von der Waldbewirtschaftung.
Waldbesitzeraussage: „Diese Leute haben doch selbst noch nie im Wald gearbeitet und wissen nicht, wieviel Zeitaufwand nötig ist, um den Wald zu erhalten und zu pflegen.“

Die meisten an den Diskussionen beteiligten Personen hätten durch potentielle Einschränkungen bei der Bewirtschaftung auch keinerlei Auswirkungen zu befürchten, da sie selbst weder wirtschaftlich noch sachlich von diesem Diskurs betroffen sind. Das letzte Wort bei der Bewirtschaftung sollte deshalb stets der Eigentümer haben. Zumindest solange er sich an die bestehenden zahlreichen wald- und naturschutzrechtlichen Bestimmungen, die behördlichen Weisungen und die Zertifizierungsvorschriften hält.
Waldbesitzeraussage: „Eigentum muss Eigentum bleiben!“

Das Prinzip „nutzen und schützen“ sollte auch zukünftig für den Privatwald gelten. Viele schützenswerte Landschaften sind erst durch die menschliche Kultivierung entstanden. Würde man dort die Bewirtschaftung einstellen, dann würde häufig die eigentlich zu schützende Struktur verschwinden.
Das Recht auf freien Naturgenuss und Betretung des Waldes für die Öffentlichkeit ist für die meisten Waldbesitzer völlig in Ordnung, solange sich die Waldbesucher an „die Spielregeln“ halten.
Viele Anspruchsgruppen überschreiten das ihnen zustehende Betretungsrecht aber mittlerweile in rigoroser Form. Als positive gesehen wird, dass die Diskussionen die Wahrnehmung des Waldes in der Öffentlichkeit erhöht haben. Nur sollte es nicht dahingehend „ausarten“, dass plötzlich Dritte mit dem Wald anderer Leute Geld verdienen (z.B. kommerzialisiertes Waldbaden).

Fazit der Waldbesitzerbefragung

  • Den Waldbesitzern ist ihr Wald wichtig. Sie wirtschaften aus eigenem Antrieb nachhaltig.
  • Die aktuelle Situation mit Kalamitäten und schlechten Holzpreisen wirkt sich negativ auf das Selbstverständnis vieler Waldbesitzer aus.
  • Die befragten Waldbesitzer haben als Hauptproblemfelder die Themen Klimawandel und überhöhte Wildbestände identifiziert und wollen etwas dagegen tun.
  • Die Forstverwaltung ist als Beratungsinstitution bei den Waldbesitzern bekannt und anerkannt. Den vielfältigen Möglichkeiten zur Beratung und Unterstützung steht aber die fehlende Erreichbarkeit zahlreicher Waldbesitzer gegenüber.
  • Die Waldbesitzer wollen, dass ihre Eigentumsrechte gewahrt bleiben. Die Nutzfunktion des Waldes darf auch zukünftig nicht in Frage gestellt werden.

 

Fotonachweis: Bild von Albrecht Fietz auf Pixabay
Literaturnachweis: Testbetriebsnetz-Umfrage - Nachgefragt im Kleinprivatwald () - Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft - Abgerufen 26.01.2021 von https://www.lwf.bayern.de/waldbesitz-forstpolitik/beratung/261974/index.php

Stämme Bild von PatternPictures auf Pixabay

Am Stammsitz des Babynahrungsherstellers HiPP in Pfaffenhofen an der Ilm öffneten sich 2018 erstmals die Schranken im neuen Parkhaus. Zwischen dem aktuellen Verwaltungsgebäude und dem kleinen Flüsschen Ilm fügt sich nun ein ungewöhnlicher Bau in die Umgebung, fast so, als wäre er schon immer dagewesen.

Bei der Planung hatten die Architekten den Auftrag, einen Komplex zu entwerfen, der sich harmonisch in die Umgebung einfügt und der nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens entspricht. Daraus entstand die Idee, neben der Verwendung nachhaltiger Baumaterialien in der Gestaltung der Gebäudehülle ansprechende Optik und ökologischen Mehrwert zu vereinen. 360 Lärchen- und Kiefernstämme von der Waldbesitzervereinigung Pfaffenhofen bilden die Fassade. Die Stämme wurden nach HiPP Anforderungen aus nachhaltiger Forstwirtschaft geliefert. Schon bald dienen die Bäume zusätzlich als Rankhilfe für hunderte Pflanzen wie Blauregen, Efeu, Hopfen und wilden Wein. Durch den Bewuchs entstehen am Funktionsbau großflächig Lebensräume für Vögel und Insekten. Selbst auf dem Flachdach unterstützt HiPP den Erhalt der Artenvielfalt durch die Anlage mit einer Kiesgründachmischung, auf der sich kleine Tiere und Insekten wohlfühlen.

Das gesamte HiPP Werksgelände in Pfaffenhofen ist bei Vögeln sehr beliebt. Nisthilfen finden sich genügend und so verwundert es nicht, dass neben dem Wanderfalken viele andere Vogelarten am Standort ein Zuhause gefunden haben. Aber welches Exemplar passt besser zu einem Babynahrungshersteller als ein Storch? Um ihn anzulocken, sind die Behausungen bei HiPP seit kurzem um ein wahres Schmuckstück reicher. Auf dem Dach des neuen Parkhauses flochten HiPP Mitarbeiter ein Storchennest. Dazu wanden sie in luftiger Höhe unterschiedlich lange und dicke Weidenruten um ein zuvor angebrachtes Edelstahlgestänge. Anschließend kleideten sie das Nest mit kleinen Weidenstücken aus. Die etwa ein Quadratmeter große Wohnung für Familie Storch ist bezugsfertig.

Fotos sind hier zu finden: Hipp Parkhaus
 
 
Fotonachweis: PatternPictures auf Pixabay
Dienstag, 08 September 2020 05:40

Fotowettbewerb von PEFC Bayern

PEFC ist vielen als Logo auf diversen Verpackungen bekannt. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Logo? PEFC ist die größte Institution zur Sicherstellung und Vermarktung nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem. PEFC Bayern hat nun einen Fotowettbwerb gestartet, bei dem jeder mitmachen kann.
 
Gewinnspiel PEFC
 
Hier die Infos:
 
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wo überall das PEFC-Logo zu sehen ist? Nicht nur klassische Holz- und Papierprodukte können das PEFC-Logo tragen, auch Produkte die wir jeden Tag in der Hand halten, beispielsweise auf Taschentücher und Schokoladenverpackungen.
Haben Sie auch so ein Produkt gefunden?
Senden Sie uns ein Foto dieses Produkts und gewinnen Sie einen von drei tollen Preise! 

Zu gewinnen gibt es drei tolle Preise, eine Akkumotorsäge, ein Mal- und Buntstifteset und einen Baumarktgutschein.

So geht’s:
1) Produkt mit PEFC-Logo fotografieren.
2) Mit Email, Name und ggf. Mitgliedschaft in der WBV/FBG registrieren unter: www.pefc-bayern.de/fotowettbewerb.
3) Link in der Bestätigungsemail anklicken und
4) Foto hochladen!Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2020.
Unter den Teilnehmern jeder einzelnen WBV/FBG wird zusätzlich ein Gutschein von hagebaumarkt in Höhe von 25€ verlost.
 
Fotonachweis: PEFC Bayern
Montag, 17 August 2020 06:00

Deutsche Waldtage 2020 / 18.09 - 20.09

Deutsche Waldtage 2020 1200px

Extreme Dürre- und Hitzeperioden, massiver Borkenkäferbefall, Stürme und Waldbrände haben in den letzten Jahren den Wald dramatisch geschädigt. Um die Fähigkeit unserer Wälder für den Klimaschutz, die Artenvielfalt und die Erholung zu erhalten, haben Bund und Länder viel auf den Weg gebracht.  Für den stabilen Wald der Zukunft kommt es aber auch auf die gemeinsame Verantwortung aller an, denen der Wald am Herzen liegt. Deswegen laden das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zusammen mit dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) und zahlreichen weiteren Vereinen und Organisationen zu den Deutschen Waldtagen 2020 ein.

Bundeswaldministerin Julia Klöckner: "Unser Wald leidet - die Schäden durch Trockenheit, Stürme, Brände und Schädlinge sind zum Teil dramatisch. Deshalb haben wir schnell reagiert und erreicht, dass es massive Hilfen gibt. Ziel ist, weiteren Schäden vorzubeugen und die Wälder klimastabil umzubauen. Es geht um den Erhalt unserer "grünen Lunge". Ich habe mich dafür eingesetzt, dass insgesamt 1,5 Milliarden Euro Hilfen für den Wald zur Verfügung stehen."

Bundeswaldministerin Julia Klöckner: "Unser Wald leidet - die Schäden durch Trockenheit, Stürme, Brände und Schädlinge sind zum Teil dramatisch. Deshalb haben wir schnell reagiert und erreicht, dass es massive Hilfen gibt. Ziel ist, weiteren Schäden vorzubeugen und die Wälder klimastabil umzubauen. Es geht um den Erhalt unserer "grünen Lunge". Ich habe mich dafür eingesetzt, dass insgesamt 1,5 Milliarden Euro Hilfen für den Wald zur Verfügung stehen."

Das Motto "Gemeinsam! Für den Wald“ steht für ein gemeinschaftliches Handeln, um den Wald und seine Leistungen für die Zukunft zu sichern.Der Wald ist extrem wichtig für uns, für die Biodiversität und unser Klima. Er liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz, und ist wichtig für Arbeit, Einkommen und Erholung. Aber er ist bedroht. Extreme Dürre- und Hitzeperioden, massiver Borkenkäferbefall, Stürme und Waldbrände haben in den letzten Jahren zu dramatischen Waldschäden geführt. Forstleute und Waldbesitzende stehen vor der Jahrhundertaufgabe, den Wald vor den Folgen des Klimawandels zu schützen und für die Zukunft stark zu machen. Dabei brauchen sie die Solidarität und Unterstützung aller, denen der Wald am Herzen liegt.

Das „Grüne Herz“ ist das Symbol der Deutschen Waldtage 2020. Mit dem grünen Herzen können Bürgerinnen und Bürger ihre Sympathie für den Wald und ihre Solidarität mit den Menschen, die für den Erhalt des Waldes arbeiten, zeigen. Vor, nach und insbesondere während der Deutschen Waldtage 2020 soll das Grüne Herz in ganz Deutschland sichtbar sein.

Aktivitäten zu den Deutschen Waldtagen:

  • Alle Informationen zu den Deutschen Waldtagen 2020 wurden auf der Online-Seite Deutsche Waldtage zusammengestellt.
  • Die Waldtage sind auch in den sozialen Medien aktiv: TwitterFacebook und unter den Hashtags #waldtage2020, #waldgemeinsam, #gruenesherz
  • Unter dem Hashtag #waldgemeinsam findet der Instagram-Fotowettbewerb statt.
  • Zu den Deutschen Waldtagen werden vom 18. bis 20. September 2020 bundesweit mehrere hundert Veranstaltungen angeboten.
  • Mit dem „Grünen Herzen“ kann sich jeder mit den für den Wald arbeitenden Menschen solidarisieren.

 

Fotonachweis: BMEL (Einzelnachweis: Norbert Riehl (Wald); Niedersächsische Landesforsten (Försterin); LightField Studios/Shutterstock.com (Mann mit Basecap); wavebreakmedia/Shutterstock.com (Vater mit Kind); Aleksandra Suzi/Shutterstock.com (Nordic Walkerin))
Literaturnachweis: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (---) - Gemeinsam für den Wald - Deutsche Waldtage 2020 vom 18.September bis 20. September, Abgerufen 17.08.2020 von https://www.deutsche-waldtage.de/

Wir suchen ihr schönstes Foto aus heimatlichen Wäldern im Wandel der vier Jahreszeiten!

Bild von StockSnap auf Pixabay

Nirgendwo sonst lassen sich verschiedene Zusammenhänge zwischen Mensch, Flora, Fauna und Umwelt so hautnah beobachten wie im Wald. Wer sich hier regelmäßig im Wald vor der eigenen Haustüre befindet, kann faszinierende Veränderungen im Laufe der vier Jahresezeiten feststellen: Das Wiedererwachen der Tier- und Pflanzenwelt im Frühjahr, die Funktion des Klimaregulators Blätterdach im hitzigen Sommer, das farbenprächtige Stimmungsbild im Herbst oder das nachhaltige Holzmachen im Winter - all das ist es wert, beobachtet, erlebt und beschützt zu werden. Denn Heimat ist kein Ort, sondern ein Gefühl!

Wir freuen uns darauf, wenn Sie ihre einzigartigen Momente im Wald ablichten und an uns einsenden.

aelf plakat zukunftswald 002

Veranstalter

Amt für Ernähung, Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen a.d.Ilm
Gritschstraße 38
85276 Pfaffenhofen a.d.Ilm 

Teilnahme

  • Der Wettbewerb richtet sich sowohl an Hobby- als auch Berufsfotografinnen und -fotografen.
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bayerischen Forstverwaltung wird die Teilnahme verwährt.
  • Im Einzelnen gelten die nachfolgenden Teilnahmebedingungen.

Standort der Aufnahmen

Eingesendet werden können nur digitale Fotos, die im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen oder Pfaffenhofen a.d.Ilm aufgenommen wurden.

Einsendeschluss

18. Oktober 2020

Preise

1.–3. Preis:

  • 3 Ster Brennholz aus heimischen Wäldern oder
  • Gutschein für ein Walderlebnis vom Wasser aus: Kanutour auf der Altmühl für 4 Personen oder
  • Gutschein für einen Erlebnistag im Waldkletterpark Jetzendorf für 4 Personen

4.–6. Preis:

  • Schmankerlkorb heimischer Wildspezialitäten

7.–13. Platz:

  • Klimastabiles Bäumchen, passend zu Ihrem Wohnort

Einsendungen

Per E-Mail (maximaler Datenumfang 15 MB je Foto und Email) an
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Aus den 13 schönsten Fotos entsteht ein Kalender für das Jahr 2021.

Teilnahmebedingungen

  1. Jede Teilnehmerin oder jeder Teilnehmer kann maximal zwei Fotos zum Wettbewerbsthema als jpg- oder png-Dateien einsenden. Die Auflösung der einzelnen Bilder sollte nicht kleiner als 3232 x 2160 Pixel (7 Megapixel) sein. Bei einer geringeren Auflösung behält sich der Veranstalter vor, das Bild im Einzelfall vom Wettbewerb auszuschließen.
  2. Für jedes eingereichte Foto sind folgende Angaben nötig: Name, Vorname, Alter, Anschrift und E-Mail-Adresse der Einsenderin/ des Einsenders, Titel des Fotos, Aufnahmeort und Aufnahmezeitpunkt (Monat und Jahr).
  3. Mit der Einsendung von Fotos erklären die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass es sich um eigene Schöpfungen handelt, sie über alle Rechte am Bild verfügen, die uneingeschränkten Verwertungsrechte daran haben und die Fotos frei von Rechten Dritter sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erklären weiterhin, dass ihnen die erforderliche Einwilligung nach § 22 Satz 1 KunstUrhG zur Verwendung im Rahmen des Nutzungsrechts der abgebildeten Personen - bei Minderjährigen auch der Eltern - und der Inhaber von Rechten, die an abgebildeten Objekten bestehen, vorliegt. Sollten dennoch Dritte Ansprüche wegen Verletzung ihrer Rechte geltend machen, so stellt die Teilnehmerin oder der Teilnehmer den Veranstalter von allen Ansprüchen frei.
  4. Mit der Einsendung ihrer Fotos räumen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem Veranstalter, Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen a. d. Ilm das einfache, räumlich, zeitlich und inhaltlich unbeschränkte Recht ein, die prämierten Bilder im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit unter Nennung der Bildautorin oder des Bildautors zu nutzen. Dieses Nutzungsrecht beinhaltet das Recht zur Bearbeitung, Vervielfältigung, Veröffentlichung und Verbreitung in allen Medien einschließlich des Internets. Die Bildautorinnen und Bildautoren der prämierten Bilder sind einverstanden, dass diese Fotos an Dritte zur Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung in Bayern weitergegeben werden können. Für die genannten Nutzungen kann kein Nutzungshonorar geltend gemacht werden.
  5. Eine Verwendung zu anderen als den unter Ziff. 3 und 4 genannten Zwecken oder eine andere als die unter Ziff. 3 und 4 genannte Weiterübertragung der Bildrechte an Dritte bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Teilnehmerin oder des Teilnehmers.
  6. Die Siegerbilder werden von einer unabhängigen Jury ermittelt.
  7. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden vom Veranstalter per E-Mail verständigt. Alle übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden nicht verständigt.
  8. Mit der Teilnahme am Fotowettbewerb "So schön ist der Wald meiner Heimat" erkennen die Einsenderinnen und Einsender diese Teilnahmebedingungen an. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Fotonachweis: Bild von StockSnap auf Pixabay 
Literaturnachweis:Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen a.d.Ilm (---) - Fotowettbewerb "So schön ist der Wald meiner Heimat", Abgerufen 30.07.2020 von http://www.aelf-ph.bayern.de/forstwirtschaft/251044/index.php

Bild von fotografierende auf Pixabay

Ihr gehört zu den rund 20 Mio. Menschen, die Instagram in Deutschland aktiv nutzen?

Dann macht mit beim diesjährigen Instagram-Fotowettbewerb anlässlich der Deutschen Waldtage 2020!
Der Wald ist im Klimastress und daher stehen die Deutschen Waldtage 2020 unter dem Motto „Gemeinsam! Für den Wald". Forstleute, Waldbesitzende, Vereine und Organisationen laden vom 18. bis 20. September 2020 gemeinsam mit weiteren lokalen Akteuren, denen der Wald am Herzen liegt, bundesweit Bürgerinnen und Bürger zu zahlreichen Veranstaltungen in die Wälder ein. Alle Infos zu den Aktionen, Initiatoren und Partnern findet Ihr hier auf unseren Seiten.
 
Worum geht es beim Instagram-Wettbewerb?
Zeigt mit Euren Instagram-Fotos, wie sehr Euch der Wald am „Grünen Herzen“ liegt! Zeigt uns grüne Herzen im Wald, grüne Herzen für den Wald und zeigt uns, warum der Wald das grüne Herz Deutschlands ist. Zeigt uns Menschen, die gemeinsam im Wald unterwegs sind!
 
Mitmachen ist ganz einfach:
Alle Fotos, die vom 1. Juli bis einschließlich 31. August 2020 auf Instagram hochgeladen und mit dem Hashtag #waldgemeinsam gekennzeichnet werden, nehmen automatisch am Wettbewerb teil. Auch bereits veröffentlichte Bilder können nachträglich mit dem Hashtag gekennzeichnet werden. Als Hauptgewinn erwartet Euch ein Gutschein für Kameraausrüstung im Wert von 500,00 EUR. Die Zweit- und Drittplatzierten dürfen sich über attraktives Fotoequipment im Wert von 100 bzw. 50 EUR freuen.
Die SiegerInnen werden nach dem 31. August von einer Jury ausgewählt. Besonders freuen wir uns, dass wir mit Jörg Nicht alias @jn einen der bekanntesten deutschen Instagrammer für den Juryvorsitz gewinnen konnten. So, und jetzt Handy oder Kamera raus und auf in den Wald!

Teilnahmebedingungen, Hinweise zur Durchführung und Datenschutz:

Bilder, die vom 1. Juli bis einschließlich 31. August 2020 mit dem Hashtag #waldgemeinsam bei Instagram gepostet werden, nehmen am Contest teil. Eine Jury aus je einer Vertreterin oder einem Vertreter der Kernorganisationen (BMEL, DFWR und FNR) und dem Instagrammer Jörg Nicht entscheidet bis zum 10. September 2020 über das Siegermotiv und zwei weitere GewinnerInnen. Der/die Erstplatzierte InstagrammerIn gewinnt einen Gutschein für Kameraausrüstung im Wert von 500,00 EUR. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten Gutscheine für Kameraausrüstung im Wert von 100,00 bzw. 50,00 EUR. Die drei GewinnerInnen werden per Direktnachricht sowie über einen Kommentar unter ihrem Bild benachrichtigt. Daten der TeilnehmerInnen werden nicht gespeichert. Daten der SiegerInnen werden ausschließlich im Rahmen der Versandabwicklung gespeichert. Voraussetzung für den Erhalt des Gewinns ist eine schriftliche Bestätigung, dass die GewinnerInnen auch UrheberInnen des jeweiligen Bildes sind und die Zustimmung, dass das jeweilige Foto im Rahmen der Kommunikationsmaßnahmen der Deutschen Waldtage von BMEL und FNR zur Bekanntmachung des Gewinns verwendet werden darf. Veranstalter ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).
Die Durchführung erfolgt nicht durch Instagram als Mitveranstalter oder Kooperationspartner.
Mitarbeiter der FNR sowie der mit der Durchführung beauftragten Dienstleister sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Fotonachweis: Bild von fotografierende auf Pixabay 
Literaturnachweis: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (---) - Deutsche Waldtage 2020: Instagram-Fotowettbewerb 27.07.2020 von https://www.deutsche-waldtage.de/fotowettbewerb/

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